Film & Fernsehen
Spielfilm, Serie, Krimiformat, Dokumentation, Musikvideo oder Werbespot. Innen- und Außenmotive an einem Ort.
- Motivbesichtigung nach Absprache
- Zufahrt für Technik- und Aufbaufahrzeuge
- Große zusammenhängende Flächen für Set und Crew
Drehort · Fotolocation · Sachsen-Anhalt
Über hundert Jahre Haftgeschichte. Seit 2013 stillgelegt. Zellentrakte, Galerieebenen, Schaltzentrale, Höfe und Mauern — im Originalzustand und tageweise verfügbar.
Magdeburg-Sudenburg Denkmalgeschütztes Ensemble Anfragen direkt beim Eigentümer
Was hier steht, ist keine Nachbildung. Die Anlage wurde ab 1903 errichtet und bis zur Stilllegung 2013 durchgehend als Haftanstalt genutzt — über alle Epochen der jüngeren deutschen Geschichte hinweg.
Geblieben sind Räume, die ihre Funktion nicht verleugnen: schmale Hafträume mit vergitterten Fenstern, mehrgeschossige Zellenflügel mit Fangnetzen zwischen den Galerien, eine vollständig erhaltene Schaltzentrale mit Tastenpulten und Wählscheiben-Telefonen, eine Turnhalle unter offenem Dachstuhl, Wirtschaftshöfe, Mauerkronen mit Übersteigschutz.
Vom fast schwarzen Kellergang bis zum weiten Innenhof liegt die ganze Bandbreite an Motiven und Lichtsituationen auf engem Raum beieinander. Genau das spart Produktionen den Wechsel zwischen mehreren Drehorten.
Ein u-förmiger Zellenbau, ein abgeschlossener Hof, eine Mauer, die alles zusammenhält.
Die Anlage wird tage- oder wochenweise überlassen. Umfang, Bereiche und Konditionen stimmen wir individuell ab — ohne Agentur dazwischen.
Spielfilm, Serie, Krimiformat, Dokumentation, Musikvideo oder Werbespot. Innen- und Außenmotive an einem Ort.
Portrait, Mode, Editorial, Album-Artwork oder freie Projekte. Harte Schatten, Gitterlicht und rohe Oberflächen ohne Nachbau.
Für einzelne Fotografinnen und Fotografen ohne eigene Produktion: begleitete Termine über unseren Partner go2know.
Ausstellung, Kunst- und Kulturprojekt, Escape-Format, Team-Training oder Übungslage für Einsatzkräfte.
Wir halten den Weg kurz. Sie sprechen direkt mit dem Eigentümer.
Sie schildern uns Ihr Vorhaben über das Formular oder per E-Mail: Art der Nutzung, Wunschzeitraum, ungefähre Personenzahl und welche Bereiche Sie im Kopf haben. Je konkreter, desto schneller können wir antworten.
Wir prüfen Verfügbarkeit und Machbarkeit und melden uns in der Regel innerhalb weniger Werktage — mit einer Einschätzung zu Umfang, Terminen und Gebühren.
Vor größeren Produktionen ist ein Motivtermin vor Ort sinnvoll. So lassen sich Wege, Stromversorgung, Zufahrt und Sicherungsfragen direkt im Gebäude klären.
Nutzungsvereinbarung, Auflagen und Übergabe werden schriftlich festgehalten. Am Nutzungstag erfolgt eine Einweisung vor Ort, danach steht Ihnen der vereinbarte Bereich zur Verfügung.
21 Motive · seitwärts scrollen · zum Vergrößern anklicken
Alle Aufnahmen zeigen den tatsächlichen Zustand der Anlage. Fotos: © go2know. Eine Verwendung außerhalb dieser Website ist nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung des Rechteinhabers gestattet.
Kaiserreich, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, sowjetische Besatzung, DDR mit Untersuchungshaft der Staatssicherheit, Bundesrepublik. Die Systeme haben sich abgelöst — das Gebäude blieb.
Errichtung im preußischen Justizbauprogramm unmittelbar neben dem Landgericht, ab 1905 in Nutzung, in den Folgejahren erweitert. Teile des Ensembles stehen heute unter Denkmalschutz.
Reguläre Haftanstalt der Justiz in einer Industrie- und Arbeiterstadt mit entsprechend aufgeladener politischer Lage.
Teil eines Justizapparats, der politische Gegner, Widerstandskämpfer und rassistisch Verfolgte inhaftierte. Der Ort steht damit auch für das Unrecht, das von diesem Gebäude ausging.
Die Besatzungsmacht übernimmt Teile der Anlage und nutzt sie als Militärgefängnis. Der Haftbetrieb läuft ohne Unterbrechung weiter.
Neben der Strafvollzugseinrichtung Sudenburg beherbergt der Komplex unter anderem die Untersuchungshaftanstalt der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit sowie Einrichtungen von Bezirksgericht und Volkspolizei.
Während des Aufstands in der DDR versammeln sich nach Überlieferungen zwischen 15.000 und 20.000 Menschen vor dem Gebäudekomplex und fordern die Freilassung von Inhaftierten.
Weiterbetrieb nach der Wiedervereinigung. Die Bausubstanz gilt zunehmend als überaltert; parallel entsteht in Burg ein moderner Neubau.
Zum 1. September verlassen die letzten rund 200 Gefangenen das Haus in Richtung Burg. Nach 110 Jahren endet der Haftbetrieb in Sudenburg.
Das Gelände steht leer — und wird zugleich immer wieder bespielt: als Kulisse für Fernseh- und Filmproduktionen, für Kunst- und Kulturprojekte, Festivals und geführte Fototouren.
Dass hier heute fotografiert und gedreht wird, ist kein Widerspruch zur Geschichte des Hauses — solange klar bleibt, worauf man tritt. In diesen Räumen waren Menschen eingesperrt, unter mehreren Systemen und aus sehr unterschiedlichen Gründen, darunter politische Gefangene.
Wir freuen uns über Vorhaben, die diesen Hintergrund mitdenken — ob Dokumentarfilm, künstlerische Arbeit oder Bildungsprojekt. Und wir behalten uns vor, Anfragen abzulehnen, die dem Ort und seiner Geschichte nicht gerecht werden.
Die Darstellung stützt sich auf öffentlich zugängliche Quellen. Ergänzungen und Korrekturen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen nehmen wir gern entgegen: jva-md@outlook.de.
Für einzelne Fotografinnen und Fotografen vergeben wir keine eigenen Termine. Geführte Fototouren durch die ehemalige JVA organisiert unser Partner go2know — mit festen Terminen, Begleitung vor Ort und direkter Onlinebuchung. Bei uns müssen Sie dafür nichts anfragen.
Externer Link. Buchung, Zahlung und Organisation der Touren laufen ausschließlich über go2know; für Inhalte, Preise und Verfügbarkeiten dort sind wir nicht verantwortlich.
Alle Anfragen zur Nutzung des Geländes laufen direkt über den Eigentümer. Je konkreter Ihre Angaben, desto schneller können wir antworten.
Das hängt vom Vorhaben ab: Art der Nutzung, Dauer, Zahl der Beteiligten und beanspruchte Bereiche. Ein halbtägiges Shooting mit zwei Personen und ein mehrtägiger Dreh mit Technikaufbau sind sehr unterschiedliche Vorhaben. Nennen Sie uns Ihre Eckdaten, dann erhalten Sie eine konkrete Einschätzung.
So früh wie möglich. Für kleinere Shootings reichen oft wenige Wochen, größere Produktionen sollten mehr Vorlauf einplanen — schon wegen Motivbesichtigung und Abstimmung der Auflagen.
Ja, nach Vereinbarung. Bei ernsthaftem Interesse an einer größeren Produktion ist ein Motivtermin sinnvoll und meist unerlässlich. Reine Neugier-Besuche können wir leider nicht anbieten.
Nein. Das Gelände ist gesichert und nicht öffentlich zugänglich. Ein Betreten ohne Erlaubnis ist Hausfriedensbruch und wegen des Gebäudezustands außerdem gefährlich. Zutritt gibt es nur im Rahmen einer vereinbarten Nutzung oder einer gebuchten Fototour.
Dann buchen Sie bitte eine geführte Fototour bei unserem Partner go2know. Einzeltermine vergeben wir nicht.
Nein. Es handelt sich um ein historisches Gefängnisgebäude mit Treppen, Schwellen, unebenen Böden und teils unbeleuchteten Bereichen. Festes Schuhwerk ist Pflicht, eine Taschenlampe sinnvoll.
Nein. Wir prüfen jedes Vorhaben einzeln — auch im Hinblick auf die Geschichte des Hauses, den Denkmalschutz und die Sicherheit vor Ort. Anfragen, die dem Ort nicht gerecht werden, lehnen wir ab.